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Radebeuler im Dialog: Wendsche zu Entwicklungen im Sanierungsgebiet West

Am vergangenen Donnerstag konnte die FDP-Fraktion im Stadtrat Oberbürgermeister Bert Wendsche in der Gaststätte Dittrichs Gold begrüßen, der dort den aktuellen Stand des Sanierungsgebiets Radebeul West vorstellte und sich den Fragen der über 40 anwesenden Radebeuler Bürgerinnen und Bürger stellte.

Wendsche blickte zunächst auf die bisherige Erfolgsgeschichte von Sanierungsgebieten in Radebeul zurück und präsentierte dann die Ziele für das Sanierungsgebiet West:

Oberbürgermeister Bert Wendsche präsentiert das Sanierungsgebiet Radebeul West
  • Ein tragfähiges Verkehrskonzept für die Kreuzung Meißner Straße / Moritzburger Straße / Bahnhofstraße
  • Die Wiedernutzung der Alten Post nach dem Vorbild des Kulturbahnhofs in Radebeul Ost, der dort zum Anker des Sanierungsgebiets geworden ist
  • Die Steigerung der Einkaufs- und Aufenthaltsqualität der Bahnhofstraße in Verbindung mit einem Wochenmarkt
  • Die Aufwertung des Bahnhofsvorplatzes
  • Ein stabiles Verkehrskonzept für die Güterhofstraße
  • Die Sanierung und Umgestaltung der Grund- und Oberschule Kötzschenbroda

Wendsche zeigte sich dabei enttäuscht, dass es nicht gelungen sei, das Bahnhofsgebäude zu erwerben, da der Kulturbahnhof in Radebeul Ost mustergültig gezeigt habe, welche positive Rolle ein öffentliches Gebäude inmitten eines Sanierungsgebiets entfalten könne. Stattdessen wolle man das Sanierungsgebiets nun an zwei anderen öffentlichen Gebäuden und dem Bahnhofvorplatz ausrichten: Der Alten Post, die Wendsche als Kreismusikschule nutzen möchte und über die bereits Gespräche mit dem Eigentümer der anliegenden Grundstücke geführt werden und der Grund- und Oberschule Kötzschenbroda, zu der Wendsche ein Schulkonzept in Abstimmung mit den Plänen für die zunächst für Radebeul Mitte geplante evangelische Oberschule erläuterte.

Dabei beabsichtige er nun, den noch städtisch genutzten Bereich des Standorts Wilhelm-Eichler-Straße an die evangelische Schule zu übergeben. Im Gegenzug soll die Kindertagesstätte in der Harmoniestraße in die Kötitzer Straße verlegt werden, wo in den kommenden Jahren zusätzliche Wohnungen im normalpreisigen Bereich am ehemaligen Sportplatz entstehen sollen. Die Grundschule Kötzschenbroda soll dann auf das Gebiet der Kindertagesstätte, d.h. auf die andere Straßenseite umziehen und mit einem Hort verknüpft werden, und die aktuell noch als Grund- und Oberschule genutzte Schule rein als Oberschule weitergenutzt werden.

Als Zeitplan gab Wendsche dabei vor, die Grundschule mit Hort 2019/20 zu bauen und die Oberschule 2022/23 zu sanieren. Durch die damit erreichte Verdoppelung von Schulstandorten in Radebeul West soll gleichzeitig erreicht werden, dass die Bahnhofstraße an Laufkundschaft hinzugewinnt und das Gebiet insgesamt belebt sowie in Verbindung mit den neuen Geschosswohnungen in der Kötizer Straße sozial ausgeglichen durchmischt wird.

Auf seine Pläne für die Kreuzung Meißner Straße / Moritzburger Straße / Bahnhofstraße angesprochen, deutete Wendsche an, man wolle dieses Nadelöhr weiter westlich entlasten und den Verkehr unter Nutzung der Obi-Kreuzung, der Cossebauder Straße und der Elbbrücke Niederwartha vor Erreichen des Stadtgebiets besser verteilen.

Alle Pläne für das Sanierungsgebiet sollen im Rahmen eines Bürgertreffs mit Eigentümern, Mietern, dem Stadtrat und der Verwaltung abgestimmt werden, um das Gebiet gemeinschaftlich zu entwickeln. Aufgrund der Förderungssatzung muss das Sanierungsgebiet bis 2023 abgeschlossen werden.

4.12.2016