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Gelungener Start der Reihe „Radebeuler im Dialog“

Liebe Parteifreundinnen und Parteifreunde,

Radebeuler im Dialog 1 am 13.11.2013 haben wir die erste Veranstaltung unserer Reihe: „Radebeuler im Dialog“ mit dem Thema „Kinderbetreuung: Zwischen Quantität und Qualität“ erfolgreich durchgeführt. Etwa zwanzig erschienene Teilnehmer nutzten die Möglichkeit, in den offenen Dialog mit unseren Gästen zu treten, Herrn Elmar Günther, Amtsleiter für Bildung, Jugend und Soziales in Radebeul, und Frau Kristin Schütz, MdL kinder- u. familienpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag.

Besonders der im Sächsischen Kindertagesstättengesetz (SächsKitaG) geregelte Personalschlüssel (Kinder pro Erzieherin) war Gegenstand der Diskussionen. Herr Günther machte deutlich, das dieser Schlüssel, welcher die Grundlage der komplexen Personalfinanzierung darstellt, die entscheidende Stellschraube für die Qualität der Betreuung ist. Leider liege der sächsische Personalschlüssel im Bundesvergleich nur auf dem vorletzten Platz. Weder eine über 8 Stunden hinausgehende Öffnungszeit von Einrichtungen sei in der bisherigen Berechnungsgrundlage enthalten, noch werden Arbeitszeiten von Erziehern die nicht zur Betreuung der Kinder verwendet werden (Vor- und Nacharbeit der Erziehungsangebote, Besprechungen; etwa 25%) oder auch Krankheits-, Schwangerschafts- und Weiterbildungszeiten in die Berechnung einbezogen. Aus diesem Grund herrsche in Sachsen effektiv ein Erziehermangel. Zusätzlich würden die Kommunen zunehmend unter Finanzierungsdruck geraten, da die vom Land bereitgestellten Mittel seit Jahren nicht erhöht worden wären und die Inflation somit voll zu Lasten der Kommunen und Eltern ginge.

Radebeuler im Dialog

Frau Schütz bestätigte, das es hier politischen Handlungsbedarf gibt und eine Anpassung des Personalschlüssels sowie eine dynamische Anpassung der Betriebskostenzuschüsse wünschenswert erscheinen. Allerdings habe sich die Landesregierung durch das Neuverschuldungsverbot selbst enge Handlungsspielräume gegeben. Zur Verbesserung der Situation habe man Förderprogramme aufgelegt, welche allerdings für Radebeul oft nicht nutzbar waren.

Es sei wünschenswert, den gesellschaftlichen und politischen Willen zu stärken, Erziehung und Bildung mehr in den Mittelpunkt der sächsischen Politik zu rücken.

Um diese gesellschaftliche und politische Willensbildung zu ermöglichen, braucht es den offenen Dialog zwischen den Bürgerinnen und Bürgern, den Experten und den politisch Verantwortlichen. Dazu konnte unsere Auftaktveranstaltung „Radebeuler im Dialog“ einen Beitrag leisten

Ich freue mich auf die Folgeveranstaltungen, über die ich Sie gerne zeitnah informieren werde.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Wolf
Vorsitzender

22.11.2013